Überleben

Die letzten Wochen waren echt hart für mich als EVE Online Spieler. Nicht nur im RL war ich – zugegeben überdramatisiert – auf einer Achterbahn der Gefühle unterwegs, sondern auch ingame liefen einige Sachen nicht ganz so rund. Aus diesem Grund werde ich jetzt die Reißleine ziehen und…

…mich wieder etwas stärker an bewährten und bodenständigen Dingen orientieren.

Überleben nach dem Halloween-Massaker

Nach dem Halloween-Massaker, das CCP am Wochenende präsentiert hat, habe ich ja bereits in einem Blogpost den CCP Mitarbeitern nachgetrauert, die CCP bis zum Januar verlassen werden und sich nach neuen beruflichen Perspektiven umschauen müssen. Während überall wilde mehr oder weniger wahrscheinliche Spekulationen geäußert wurden, hat sich der Tenor durchgesetzt, dass EVE Online wohl in das Portfolio eines Publishers aufgenommen wird, der dann unter anderem die Community-Arbeit übernimmt. Ob das Unternehmen amerikanisch oder asiatisch ist? Ich tippe auf Letzteres.
Der große Schmerz an der Sache ist vielleicht nicht unbedingt, dass bekannte Gesichter nun nicht mehr „dabei“ sind, sondern eher, dass deren Arbeit, die über die letzten Jahre kontinuierlich aufgebaut wurde mit großer Wahrscheinlichkeit nun wieder im Dornröschen-Schlaf versinkt. Das reicht von der Betreuung deutscher Community-Events bis hin zum Launcher, der auch deutschsprachige Informationen zur Verfügung stellt um auch die Spieler zu erreichen, die des Englischen nicht mächtig sind.
An dieser Entlassungswelle hängt ein riesiger Rattenschwanz, nicht nur für die deutsche Community, sondern für EVE allgemein.
Die Entwicklung, die sich hier abzeichnet finde ich sehr dramatisch, fast verheerend. Besonders wenn ich an ein kurzes Gespräch vom Fanfest zurückdenke, dass ich mit CCP Phantom geführt habe. Ich bin gespannt wie es mit EVE Online weitergeht und befürchte, dass dies nur eine kurze Erschütterung war und uns in den kommenden Wochen weitere böse Überraschungen ins Haus stehen werden, die sich höchst dramatisch nicht nur auf die Spielerzahl sondern vor allem auch auf die Diversität der aktiv „schaffenden Community/ Content Creators“ auswirken wird.

Der 0.0 Raum ist nichts für mich

Vor rund zwei Jahren habe ich angefangen im FW zu spielen und von Anfang an hat mir die Mischung aus Rollespiel, PVE und PVP super gut gefallen. Leider wurde mit der Einführung der Zitadellen ein großer Aspekt des Faction Warfares genommen. Aus diesem Grund hat sich unsere Allianz im Laufe der Zeit stärker umorientiert. Während wir zunächst einige Ausflüge im Wurmloch machten, sind wir nun als aktive Gruppe im 0.0 gelandet, wo wir als Koalition „Galmilistan“ Erfahrungen im entosieren und gatecampen sammeln.
Obwohl auch ich am Anfang sehr motiviert dabei war, ist mir aber bewusst geworden, dass das 0.0 nichts für mich ist. Das liegt weniger an den Mechaniken als am Setting. Ich habe ein wenig das Drumherum beobachtet und bin zu dem Entschluss gekommen, dass wir wohl doch sehr abhängig von der Gnade der größeren Entitäten sind, die sich um uns herum bewegen. Keine Frage: 0.0 macht Spaß – dennoch habe ich momentan genau wieder das gleiche blöde Bauchgefühl wie damals bei meinem kurzen Zwischenstopp bei Schwarzschild. Irgendwie ist es nicht rund und fühlt sich doof an. Der „Spirit“ fehlt…Vielleicht weil das PVP ein Stück unkalkulierbarer ist? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung.

Also „Back to the Roots“ – zurück dahin, wo ich Spaß hatte, wo mir EVE gefallen hat und wo sich seit 2 Jahren unzählige Schiffe in qualmende Wracks verwandelt habe.
Obwohl mir wegen der oben genannten Gründe gerade die Motivation fehlt, bin ich mir sicher, dass ich wieder auf dem richtigen Weg bin.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche,
Fly safe

Jezaja

 

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