Morgenstund hat Gold im Mund…

Mitten im Weihnachtstress auch nebenbei noch EVE Online spielen ist mometan eine echte Herausforderung. Weil ich aber grundsätzlich der Meinung bin, das Schlaf völlig überbewertet wird, habe ich das Wochenende genutzt und bin ausnahmsweise etwas früher aufgestanden, um endlich auch eines der begehrten Serpentis-Outfits mein Eigen nennen zu können…

Mit einer Tasse Tee bewaffnet und der Gewissheit, dass ich zumindest in der kommenden Stunde nur durch einen Polizeieinsatz oder den Weltuntergang gestört werden würde, logge ich mich ein. Im Vorfeld habe ich mich natürlich *hust* schlau gemacht, welches Schiff am besten geeignet ist. Ich wählte die Astero aus, die zufällig in meinem Hangar vor sich hinrostet.
Mit meinem Klick auf den Undock-Button um 6.30Uhr am Samstagmorgen, fallen mir auf Anhieb tausend Gründe ein, warum ich jetzt lieber im Bett liegen sollte. Aber frei nach dem Motto „Der frühe Vogel…“ setze ich voller Spannung einen Kurs nach irgendwo. Ich bin darauf vorbereitet, dass ich mehrere Sprünge machen muss, um eine Frostline-Site zu finden. Als ich nach dem 10 Sprung noch immer keine Seite entdeckt habe beginne ich langsam zu zweifeln. Ist das Event schon beendet? Gibt es die Dinger überhaupt im Lowsec?
Frustriert werfe ich Scansonden ab, die sich mit einem „tüdelüdüp“ verabschieden, und ihre Arbeit aufnehmen. Die einzig scanbare Signatur ist ein k162-Wurmloch-Ausgang, der in ein C4 führt. Eigentlich ist das ein sehr sicheres Zeichen, dass die andere seite bewohnt ist, aber darum mache ich mir keine Gedanken. IRGENDWAS muss doch jetzt mal passieren! Denke ich und springe in das Wurmloch, dessen pulsierendes schwarze Loch den kompletten Bildschirm füllt. Wenigsten scheint Bob mit mir zu sein. Der Speedbonus ist perfekt für mein tödliches DDA-Kiting Fitting und die 3(!!!!) Operation Frostline Leuchtfeuer in der Übersicht sorgen für einen deutlichen Anstieg der Stimmung.
Mit einem kurzen Blick auf den DScan warpe ich die erste Site an, und beginne mich durch die NPCs zu säbeln. Plötzlich bewegt sich die Liste des Directional Scanners. Eine Tengu auf dem Dscan, keine Tengu auf dem Dscan, eine Tengu auf dem Dscan, Combat Scanner auf dem Dscan, keine Tengu auf dem Dscan… .
Mit Abschluss der dritten Site warpe ich zurück zum Wurmlochausgang, hinterlasse ein lässiges „o7“ im Local und springe zurück in den mittlerweile liebgewonnenen Lowsec, wo ich zur Beruhigung erst einmal docke.
Bevor mein Tag richtig anfängt – es ist mittlerweile kurz vor 8 – springe ich noch ein System weiter und warpe direkt zur nächsten Frostline. Na wenn das mal kein guter Lauf ist!

Als der letzte NPC sein wertvolles Loot fallen lässt, erscheint eine Stratios direkt auf dem Grid neben mir. Panisch pulse ich den Afterburner, um den Lootcontainer zu erreichen. Mit einem Doppelklick in den Raum manövriere ich an dem Wrack vorbei und nehme Kurs auf die nächstbeste Station. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an denjenigen CCP Mitarbeiter, der seinerzeit den „loot all“ Knopf erfunden hat!

Morgenstund‘ hat Gold im Mund…die gesamte Ausbeute waren, neben den obligatorischen Serpentissachen, auch einige Feuerwerkskörper, Schneebälle, Quafe Booster und ein mechnischer Arm…für weibliche Charaktere :/ . Mal sehen, ob ich jemanden zum tauschen finde.

Fly save
Jezaja

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2 Gedanken zu „Morgenstund hat Gold im Mund…

  1. Na das liest sich doch gut. In der ersten Woche habe ich auch noch einige Sites abbekommen, aber seitdem ist zumindest im High kaum noch eine zu finden und von gefundenen 15-20 Sites habe ich auch nur die Klamotten+Quafe abbekommen und danach war meine Motivation irgendwie nicht mehr so hoch. :-/

  2. Sehr schön geschrieben. Solange Bob mir dir ist, hast du eigentlich nichts zu befürchten. Das solltest du eigentlich wissen! Ich konnte mich selbst noch nicht dazu durchringen selber eine Frostline zu fliegen und iwie kommt in mir auch so recht keine Motivation auf.

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