Fanfest 2017 – 3/3 – Morgens um 6 Uhr…

Der dritte und letzte Teil greift nun einen Vorfall auf, der allen Beteiligten mit Sicherheit im Gedächtnis bleiben wird. Ja, ich gebe zu, ein bisschen hat es sich angefühlt wie ein Ausflug ins Wunderland oder zumindest wie ein Trip an den Rand isländischen Wahnsinns oder den berühmt berüchtigten Insel-Koller. Viel besser finde ich aber den Begriff Island-Saga…

Einen kurzen Überblick über die Hauptstadt Islands gab es schon am Vorabend des ersten Fanfest-Tages, als der Spieler Achjanti, trotz Dauerregens, uns in einer fachkundigen Stadtführung die interessanten Stellen Reykjaviks gezeigt hat. Deshalb sollte dieser Blogpost eigentlich auch „Feuchtgebiete“ heißen.

Doch dann kam alles anders. Besser!
Am letzten Tag (Sonntag) in Reykjavik trafen sich Mr.Tibbers, ISD Esthir, Achjanti und ich in einem französischen Lokal, wo es mitten im isländischen Reykjavik ein englisches Frühstück gab. Frisch gestärkt schmiedeten wir Pläne für den restlichen Tag: „Ich könnte Euch mal eben den Leuchtturm zeigen!“. Das dieser Satz eine Drohung war, wusste unsere kleine Sightseeing-Gruppe nicht, als sie begeistert zustimmte.
Wir machten uns also auf, die Halbinsel Grótta zu besuchen, die neben einem Leuchtturm auch noch einen guten Ausblick auf den Atlantik bieten sollte.

Guck mal! Der Ausblick! Morgens um 6 Uhr…

Nach rund 3 Kilometern war noch immer kein Leuchtturm in Sicht und knapp 500m später mischte sich das Thema EVE immer wieder mit nervösen Blicken in die Ferne, bis schliesslich die alles entscheidende Frage gestellt wurde:
„Hömma, wie weit ist das eigentlich?“
Der leicht gerötete Kopf von Achjanti wurde noch etwas röter, als er „Von hier aus noch so ungefähr 5km“ stammelte und auch noch ein entschuldigendes „Das habe ich Euch aber gesagt!“ hinterherschob. Unsere Gesichtsfarbe verhielt sich antiproportional dazu.
Während Mr.Tibbers, ISD Esthir und Achjanti verbissen schweigend weitermarschierten nutzte ich eine kleine Aussichtsplattform um den schreienden 5-jährigen in mir zu beruhigen. Mit einem leicht manischen Grinsen stieß ich wieder zur Gruppe und die glasigen Blicke meiner Mitwanderer verrieten mir, dass sie ähnlich fühlten.

Morgens um 6 – eine alter Dame – Hurz

„Also Morgens um 6 Uhr, sind hier nur JoggerInnen unterwegs!“ Achjanti versuchte das abgeebbte Gespräch wieder in Gang zu bekommen.
Wie sich herausstellt ließen sich „Morgens um 6“ ganz famose Sachen auf diesem Weg erleben. Es gab wohl sogar eine alte Dame, die Morgens um 6 ….vergessen wir das. Die Gruppe kam schliesslich zu dem Schluss, dass jeder Satz einfach alleine dadurch besser wurde, in dem man „Morgens um sechs“ daranhängt. Giggelnd und kichernd wie eine Schulklasse setzten wir unseren Weg fort und ignorierten dabei unsere Bandscheiben, Blasen an den Füßen und den niedrigen Nikotingehalt in unserem Blut. Unterwegs versuchte ich mich an den aufgestellten Naturkunde-Tafeln, die über die örtliche Flora & Fauna informierte. Kennt jemand ein „Höfjunurbogir“? Fußgänger, die uns entgegenkamen, wechselten vorsichtshalber die Straßenseite und ein kleiner Hund stellte lautstark klar, dass wir GEFÄLLIGST SCHLEUNIGST WEITERGEHEN sollten.

Stinkehaus-Idylle

Das Stinkehaus, der Leuchtturm und R.I.P. Fiffi

Gesagt getan. Unter Stöhnen und Jammern erreicht wir schliesslich eine Bank, die in direkter Nähe eines Holzschuppens aufgestellt war. Wie sich herausstellte war der Holzschuppen zum Trocknen von Fisch gedacht. Trotz des starken Windes war der Geruch ein Abenteuer für sich und statt der ungeplanten kurzen Pause legten wir eine geplante sehr kurze Pause ein und sorgten dafür, dass der Abstand zwischen uns und der Hütte größer und der zum Leuchtturm kleiner wurde. Ein alter rostiger Anker regte auf diesem letzten Stück unsere Fantasie an. „Die Familie will es so!“ Der Pate war nicht weit…Morgens um 6 Uhr.
Dann endlich, nach rund einer Stunde, hatte wir unser Ziel erreicht. Den Leuchtturm auf der Grótta Landzunge.

Leuchtturm Grótta

R.I.P: Für Fiffi kam leider jede Hilfe zu spät…

Nach ausgiebiger Inspektion machten wir uns wieder auf den Weg und ließen nicht nur Grótta hinter uns, sondern auch das feste Versprechen NIE WIEDER hierher zu kommen.

Eine Rettungskatze zur Unterstützung

Offensichtlich waren die örtlichen Behörden von Autofahrern informiert worden, denn gerade in dem Moment, als es wieder stiller in der Gruppe wurde, ISD Esthir nervös nach seiner fast leeren Zigarettenschachtel fingerte und Mr.Tibbers irgendwas über seine Bandscheiben stammelte, wechselte eine fast schneeweiße Katze die Straßenseite und empfing uns freundlich maunzend auf der Ufermauer. Während ISD Esthir („Oh – miez miez miez!“) und ich („Aaawww – Du bist ja hübsch, Kitti, kitti“) uns glücklich brabbelnd dem Tier näherten, hielt Mr. Tibbers(„Ich bin doch allergisch!“) zusammen mit Achjanti („….“) etwas Abstand.

Rettungskatze in Position!

Katzen streicheln ist bekanntlich gut für die Seele und das Gemüt, und so schöpfte die Gruppe neue Hoffnung, als wir uns nach ausgiebigen Streicheleinheiten weiter auf den Rückweg machten.

Iloveyou – Laundromat

Mit der Aussicht auf eine heiße Tasse Tee und Kaffee marschierten wir schnurstracks Richtung Laundromat, wo wir feststellten, dass der gutaussehende knackige junge Kellner seinerseits sehr interessiert an gutaussehenden knackigen jungen Isländerinnen war. Mit beinahe strategisch kalkulierter Präzision steuerten wir deshalb den Tisch direkt daneben an. Die Rechnung ging auf, und so endete der Ausflug mit einem sehr versöhnlichen Tee oder Kaffee. Übrigens ist das WLAN Passwort: „iloveyou“

Wohlverdiente Tea-Time im Laundromat Reykjavik

Zuletzt möchte ich noch meinen Dank an alle Beteiligten ausdrücken…Jungs, das waren die unterhaltsamsten 15km EVER!

Vielen vielen Dank an Mr.Tibbers, Achjanti und ISD Esthir für solch ein legen…warte kurz….däääären EVE Fanfest Abschluss!!!

 

Nächstes Jahr in Reykjavik!

Jezaja

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5 Gedanken zu „Fanfest 2017 – 3/3 – Morgens um 6 Uhr…

  1. Ich wälze mich heut noch unruhig im Schlaf und Träume davon…. ob man von PTBS reden könnte? 😉

    So anstrengend es auch war, es hat mir wahnsinnig viel Spass mit allen Beteiligten Gemach!!

  2. Pingback: Die wundervolle Wohlfühl-Wolke | Giantsecurecontainer.de – Jezaja's EVE Online Blog

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