Die Prepper kommen! – EVE im Survival-Mode

Sie leben unter uns, sind unsere Nachbarn, bringen am Morgen ihre Kinder zur Schule, fahren zur Arbeit, essen gerne Pizza und sind wirklich völlig normale Menschen und Kapselpiloten. Aber im Stillen bereiten Sie sich auf den Tag X vor…

Wer einen der vorherigen Blogpost[1] gelesen hat weiß, dass ich momentan daran arbeite meinen EVE Spielstil ein wenig umzustellen. Ich habe also eine Liste gemacht, was ich genau brauche und dabei ist mir aufgefallen, dass es ein bisschen zwischen zwei Extremen schwankt. Genau so, als würde ich mich auf irgendein post-apokalyptisches Szenario vorbereiten. Ich komme mir mittlerweile vor wie ein echter Prepper.
Nach dem Monat des Wahnsinns(ja es kommen noch 2 Blogposts dazu!) werde ich nun ein neues spannendes Experiment wagen, und davon berichten.

Prepper sind die Menschen, die sich eigene Atomschutzbunker bauen und alle überlebenswichtigen Dinge auf Vorrat haben, die man für die ersten Monate nach einer Katastrophe oder während eines ausbrechenden Krieges braucht. Wer mehr zu dem Thema wissen möchte, dem sei der sehr beklemmende Augenzeugenbericht “One year in hell – When shit hits the fan” von Selco ans Herz gelegt, der die ersten Wochen des Krieges in Bosnien beschreibt. [2] Auch Selco’s Hompage und Forum ist interessant zu lesen, falls Ihr mehr in das Thema “Prepper” eintauchen möchtet. [3]
Empfehlenswert, weil sinnvoll, ist unter anderem auch die Broschüre “Meine Checkliste” des Bundesamts für Bevölkerungsschutzes BKK. [4]

Die Henne oder Ei Frage
Was braucht es also um EVE Online quasi im post-apokalyptischen Survival-Modus zu spielen?
Für den Einstieg (irgendwo muss man ja anfangen) habe ich mir eine Astero zugelegt, mit der ich auf den Roadtrip gehen werde.

Bei der Blueprint-Auswahl habe ich folgende Überlegung angestellt. Auf der einen Seite bin ich EVE Spieler und möchte natürlich das Beste vom Besten in meine Schiffe einbauen. Auf der anderen Seite bin ich EVE Spieler und gewillt den Hardcore-Modus zu spielen. Das bedeutet zuerst einmal, dass ich bis auf die Fregatte und den eingebauten Modulen (T2) nichts anderes “wertvolles” mitnehmen werde. Trotzdem sind zumindest ein paar Basis-Blueprints dabei. Munition zum Beispiel.
Außerdem kommen in meinen Rucksack:

Essentials (Rohstoffe)

1x Mining Laser I:
Rohstoffe erhält man am unkompliziertesten durch Mining. Isso. Moonmining-Erze sind für die Basisaustattung eher uninteressant.

Salvage:
Salvager sind wichtig um einen kleinen Nebenverdienst zu erwirtschaften, bzw. um die nötigen Materialien für Rigs zubekommen, die ich in meine Schiffe einbauen werde. Sehr wahrscheinlich werden es aber tatsächlich Salvage-Drohnen sein, da die Astero genügend Drohnenhangar hat um sowohl diese, als auch einen Satz Light Drones zu fassen.

ISK
Ein spannendes Thema sind die ISK. Weil ich unabhängig vom Markt leben möchte, wird es schwierig die ISK auszugeben. Auf der anderen Seite werde ich eventuelle Docking- oder Reperaturgebühren zahlen müssen. Ich werde also erstmal 1 Mio ISK mitnehmen, und dann sehen wie weit ich damit komme.
Herausforderung an dieser Stelle: Schaffe ich es Items zu tauschen statt zu kaufen?

Essentials(Playstyle)
Combat Probes+Expanded Launcher:
Ständig vergisst irgendjemand etwas im Weltraum. Das Zeug ist teilweise viel Wert und automatisch eine gute Quelle um an T2 Material zu kommen, das z.B. in Tractor Units oder Mobile Depots lagert. Ein Schiff das Scannen kann soll scannen!

Mobile Depot
Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob ein Mobile Depot ins Gepäck gehört, oder nicht. Umfitten kann ich eigentlich an jeder Station und Zitadelle. Das dürfte als nicht so schwierig sein. Außerdem nimmt das Depot doch relativ viel Platz im Laderaum weg.

Auch die anderen Deployables ignoriere ich erstmal.

Der Weg ist das Ziel:

Zuletzt suche ich mir noch ein ruhiges System aus, von dem aus ich das Experiment starte. Der fiese Nachteil – das postapokalytische EVE beinhaltet noch immer Fraktionen. Ich werde mich also aus Amarr und Caldari HighSec fernhalten müssen. Schön wäre es ein ruhiges LowSec oder NPC-0.0 zu finden. Oder gehe ich die ganze Sache nomadisch an und reise von System zu System?

Eve bietet so unglaublich viele Möglichkeiten. Bevor ich mich jetzt in weiteren Planungen verrenne, fange ich ich einfach mal an!

Was würdet Ihr in eine post-apokalyptische EVE Welt mitnehmen? Wieviel Hardcore wäre für Euch zuviel Hardcore? Alles selbst erminern? Gibt es Veteranen unter Euch? Wie haben die ersten EVE-Spieler das erlebt? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!

Fly safe

Jezaja


[1] Quo vadis, domine? Wohin geht’s für Jezaja?

[2] One year of Hell: Selco’s Survival: https://de.scribd.com/document/110974061/Selco-s-Survival

[3] Selco’s SHTF school: https://shtfschool.com (Wenn Ihr Euch hier für den Newsletter anmeldet, bekommt Ihr den Bericht als PDF zugeschickt.)

[4] https://www.bbk.bund.de/DE/Service/Publikationen/Buergerinformationen/Buergerinformationen_node.html

 

6 Gedanken zu „Die Prepper kommen! – EVE im Survival-Mode“

  1. Kurz nach meinem Abgang vom alten Wurmloch Corp, bin ich beim Agent des Thukkers gelebt:

    – Astero für data/relic in LowSec daneben;
    – Gila für Missionen, mit den Ersatz-Drohnen und mehr Munition;
    – Salvager Thrasher und Wreathe für die Logistik;

    Aber habe Ich einen Entwickler-Alt benutzt, der extra Loot in Rens usw verkaufte, so dieses Leben kann man mehr mit einer entfernt Bauernhof vergleichen ^_^

  2. So eins der Shattered Wormholes, in das man nur mit Fregatten kommt und das mit den zerplatzten Planeten ein ideales Postapo Szenario darstellt, wäre doch was.

    Noizy Gamer lebt doch diesen Spielstil des Selbstversorgers. Und wenn du T2 herstellen möchtest, wirst du um Ausflüge ins 0.0 nicht herum kommen. Siphons um an Moonmats zu kommen gibt es ja keine mehr, wie realistisch es ist beim Moonmining etwas zu klauen… hm.
    Und im Eveger Forum gab es doch mal einen, der das auch im Lowsec in Solitude durchgezogen hat und aus dem Prinzip ne Corp für andere Gleichgesinnte erstellt hat. Karak Bol war sein Name.
    https://eve-files.com/media/1211/Experiment_Leben_im_Low-Sec.pdf

    Astero ist ja ein Drohnenboot… also Munitions-BPO = Drohnen-BPO? Gerade Drohnen stelle ich mir schwierig vor. T1-Laserkristalle, T1-Hybrid-Muni, T1-Projektile, damit kann man schon gut arbeiten. Aber T1-Drohnen?

    1. Genau der LowSec Survivalist ist teilweise Inspiration für das Projekt 🙂
      Irgendwo gibt es auch noch ein toll zu lesendes PDF von einem Piraten der mit einer Rifter ziemlich viel Spaß hatte. Mal sehen ob es eine Mischung aus beidem wird oder ob ich das ganze aus Faulheit einfach abbreche.

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